Chapter II

Die Geschichte vom Wilden Osten nimmt wieder ihren Lauf…

Nach ihrer ersten beeindruckenden großen Zusammenkunft war es still um die beiden Gringos geworden. Zwei harte dunkle Winter vergingen und Gerüchte machten die Runde, dass sie bis ans Ende der bekannten Welt gereist waren, um nach der Essenz des Lebens zu suchen.

Ihre Sichtung in diesen Breiten war schnell in aller Munde und es war klar, dass ihr Auftauchen kein Zufall war. Sie suchten wieder nach einem besonderen Fleck und mit Spannung wurden die ersten Rauchzeichen erwartet.

Doch nicht nur, weil sie es verstanden eine geheimnisvolle Energie zu entfesseln, nein, vielmehr weil sie diesmal nicht alleine waren. Eine auffällige Gruppe Gleichgesinnter war mit ihnen gekommen, deren Mischung kaum bunter hätte seien können. Noch wusste keiner so recht, was es mit ihnen auf sich hatte, aber der Grund für ihr Aufkreuzen sollte sich bald herausstellen.

Es waren kaum zwei Monde vergangen, da erschien ein seltsames goldenes Licht am nördlichen Horizont. Es leuchtete noch recht schwach, mehr wie ein Glimmen. Es schien fast so, als sei sein volles Spektrum noch nicht erreicht.

Trotzdem war allen klar, es war wieder Zeit zu kommen…
in den Wilden Osten!

Unter den neuen Weggefährten befanden sich drei Schamanen aus den grünen Tempeln des fernen Westens, die mitgereist waren. Sie hatten noch nie zuvor einen Fuß auf diese reichhaltigen Breiten gesetzt und waren sichtlich beeindruckt von der mächtigen Natur um sie herum.

In einem unscheinbaren Hain unweit des großen Präßnicksees passierte es schließlich. Die Schamanen waren plötzlich übersät mit Gänsehaut. Die Energie schoss durch ihre Körper und ihre Augen leuchteten hell auf. Nachdem die erste Entladung überstanden war, versuchten sie sogleich den Knotenpunkt unter Kontrolle zu bringen.

Ihre Anwesenheit war nicht unbemerkt geblieben. Während der Rest der Gruppe die ersten Vorbereitungen für die neuen Festivalbauten trafen, beschlich sie dauernd das Gefühl beobachtet zu werden.

Unterdessen in Fort Berlin warteten die Bewohner schon sehnsüchtig auf das Aufsteigen der Rauchzeichen. Einige Ambitionierte trafen bereits schon Reisevorbereitungen. Das Leuchten am Horizont jedenfalls wurde immer deutlicher in der Nacht erkennbar. Sollte diesmal vielleicht alles anders werden?

Auch an diesem Morgen kam wieder ein Bote. Beim Frühstück in der großen Runde verkündete der Ablaufmeister anschließend, dass nun alle Zusagen der Künstler eingetroffen waren. Das allein reichte aus, um einen lauten Jubel der Gruppe auszulösen! Die Vielzahl der Darbietungen und die Exotik der Lehren, die damit stattfinden würden, waren ein schöner Beweis, dass ihre harte Arbeit Früchte trug.

Die Stimmung war ausgelassen, als es dann wieder an die Vorbereitungen ging. So unter anderem bei der Kathedralenbaumeisterin, die mit einer neuen Stahlkonstruktionsweise und einer Schuppenhaut für den großen Altar der Klänge experimentierte. Aber auch die Goldschmiedin, der Kreaturenbändiger und die Naturheilerin tüftelten und schliffen an dem Aussehen der großen Zusammenkunft auf ihre Weise, wie an einem noch rohen Diamanten. Behutsam und mit viel Liebe zum Detail.

Die Einzigen, die sich mit der Euphorie zurückhielten, waren die drei Schamanen. Sie hatten sich zwar erfolgreich Zugang zum Energieknotenpunkt verschafft, allerdings war gleichzeitig eine Fusion der Natur entstanden, die sie sich noch nicht erklären konnten. Vereinzelt schwammen Fische im Gebüsch und ein algenartiges Gras sprießte im Schatten aus dem Boden. Alles noch unbemerkt vom Rest der Gruppe.


Nach langem Warten war es wieder soweit. Es sollte nur noch ein paar Tage dauern bis die Gruppe alle Vorbereitungen für die große Zusammenkunft abgeschlossen hatte. Die Rauchzeichen stiegen langsam gen Himmel und bald würden die ersten Freunde eintreffen.

Gleichzeitig blühte um sie herum die Unterwasserwelt weiter auf. Fischschwärme, Krebse und Quallen zeigten sich offen und beobachteten neugierig das Treiben. Noch schien alles friedlich, doch die Vorbereitungen brauchten viel Platz, weshalb eine Konfrontation unausweichlich schien.

Es war kurz vor dem Mittagessen, als die Baumeisterin feststellte, dass essentielle Teile des Stahlskelettes fehlten. Ein Bote schwang sich zwar sogleich auf sein Pferd und eilte nach Fort Berlin, doch würde er es schaffen rechtzeitig wiederzukehren?

Unterdessen verdunkelte sich der Himmel und der Wind wurde stärker. Heftiger Regen zwang die Gruppe zu einer Pause. Die Stimmung war gedämpft, da diese Unterbrechung so kurz vor der Vollendung sehr ungelegen kam. Plötzlich ertönte ein sirenenartiger Gesang aus der Ferne und alle Köpfe hoben sich gen Himmel. Gebannt starrten sie in die finsteren Wolken, doch sahen sie nichts außer ein paar dunkle Flecken. Sie trauten ihren Augen kaum, als für einen kurzen Moment die Silhouette eines Wales zu sehen war. So faszinierend ihre Sichtung auch war, wusste keiner der Gefährten eine Erklärung dafür. Waren sie vielleicht für das ungewöhnliche Erscheinen verantwortlich? Und was würde sie noch alles aus der Tiefsee erwarten?

Den Rauchzeichen folgten Hunderte. Die Vielfalt der Gruppe um die zwei Gringos hatte neben den altbekannten auch jede Menge neuer Gesichter versammelt.

Farbenreicher Kopfschmuck, seltenes Wissen und inspirierende Traditionen wurden geteilt. Mit Lachen, Umarmungen und dem Beginn neuer Blutsbrüderschaften war die Stimmung schon bei Sonnenuntergang ausgelassen.

Um Mitternacht dann versammelten sich die Gäste um den Altar der Klänge, um gemeinsam den Höhepunkt der Nacht zu begrüßen. Plötzlich kamen überdimensionierte Tentakeln aus der Dunkelheit und erstreckten sich über das ganze Gelände. Mit einem grellen Blitz und einem lauten Beben krachte der Energieknoten zu Boden und darüber wurde der Körper einer Riesenkrake kurz sichtbar. So schnell wie sie gekommen war, verschwand sie auch wieder. Zurück blieb ein dichter dunkelblauer Neben und Verunsicherung.

Doch die Meute ließ sich davon nicht unterkriegen. In der darauffolgenden Nacht waren alle Schäden wieder behoben und die große Zusammenkunft machte ihrem Namen wieder alle Ehre.

Beim abschließenden Lagerfeuer lag sich die Gruppe in den Armen. Nur gemeinsam waren sie überhaupt so weit gekommen und mit gegenseitiger Motivation sogar über sich hinaus gewachsen.

Alles hat irgendwann ein Ende. Doch auch nach der großen Zusammenkunft, als sich die Gruppe wieder in alle Himmelsrichtungen verstreut hatte, blieb ein unsichtbares Band der Verbundenheit. Das innere Feuer war entfacht und die Möglichkeiten für die Zukunft schienen noch lange nicht ausgeschöpft.

Allerdings war die Gruppe dieses Mal auch mit einem blauen Auge davon gekommen. Das unbemerkte Eindringen der Riesenkrake war nur ein Vorbote von dem, was in der weiten Wildnis da draußen auf sie lauerte. Für die nächste große Zusammenkunft werden sie sich mehr einfallen lassen müssen.

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